Die Ausbildungslehre

Die Ausbildungslehre ist Teil einer beruflichen Ausbildung, die sich wie folgt unterteilt:

  • Ausbildungszeiträume in der Schule, mit dem Ziel Fachkenntnisse im Beruf zu erlernen;
  • praktische Ausbildungszeiträume (mit Ausbildungsvertrag) in einem Ausbildungsunternehmen mit dem Ziel dem Auszubildenden die beruflichen Fertigkeiten beizubringen.

Der Ausbildungsvertrag wird zur Vorbereitung auf verschiedene Diplome vereinbart:

  • Das Technikerdiplom (DT)
  • Das Berufsbefähigungsdiplom (DAP), auch Diplom über die berufliche Reife (DAP) genannt
  • Das Berufsbefähigungszertifikat (CCP)

Man unterscheidet zudem die berufliche Erstausbildung von der Ausbildungslehre für Erwachsene:

  • Die berufliche Erstausbildungslehre richtet sich an jene Jugendliche, die über einen Versetzungsbeschluß einer Sekundarschule oder eine Gleichwertigkeitsbescheinigung mit Eintrittsgewährung zur Ausbildungslehre des Ministeriums für nationale Bildung, Kinder und Jugend verfügen.
  • Die Ausbildungslehre für Erwachsene richtet sich an Personen, die älter als 18 Jahre sind, sich seit mindestens 12 Monaten nicht mehr in der schulischen oder beruflichen Erstausbildung befinden und die seit mindestens 12 Monaten (durchgehend oder mit Unterbrechungen) Beiträge an das Sozialversicherungszentrum entrichtet haben (bei einer Mindestarbeitszeit von 16 Stunden pro Woche).
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Die Zulassung als Auszubildender oder Ausbilder ist an eine Reihe von Bedingungen geknüpft.

Die Ausbildungen können sowohl in Luxemburg als auch grenzüberschreitend durchgeführt werden. Bei der grenzüberschreitenden Ausbildung findet der praktische Teil in einem Ausbildungsbetrieb in Luxemburg statt. Der theoretische Teil wird in einer Berufsschule im benachbarten Ausland absolviert.

Die unterschiedlichen Ausbildungslehren gehen mit gesetzlich festgelegten Ausbildungsvergütungen einher.

Berater zum Thema Ausbildungslehre, des Beruffsinformatiounszentrums (BiZ) der ADEM-OP, informieren über die Berufsauswahl und die verschiedenen Ausbildungslehrgänge. Zusätzlich informieren sie zum Thema Ausbildungslehre zweimal im Jahr anläßlich des Léierplazendags.

Die  Antennes locales pour jeunes (lokalen Antennen für Jugendliche) beraten und begleiten ebenfalls Jugendliche bei ihrem Umstieg vom Schulleben in das aktive Leben. Sie sind behilflich bei Schnupperpraktika in Privatunternehmen, Vereinigungen und öffentlichen Dienststellen mit dem Ziel das berufliche Projekt zu bestärken.

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